Beschäftigte im Berliner und Brandenburger Handel sind in einen weiteren Warnstreik getreten. Der Ausstand läuft seit Freitagmorgen und soll bis einschließlich Samstag andauern, teilte Verdi mit. Kundinnen und Kunden dürften davon wenig spüren. Zuletzt hatten Warnstreiks im Groß- und Einzelhandel keine merklichen Auswirkungen auf Öffnungszeiten oder die Verfügbarkeit von Produkten.
«Die Eigentümer der Ketten sind die reichsten Deutschen», sagte der Linke-Politiker Gregor Gysi bei einer Streikkundgebung in Berlin. «Diesen Reichtum schafft ihr, und sie danken es euch miserabel», rief er den Beschäftigten zu.
Verdi forderte bei den bundesweit parallel geführten Verhandlungen sieben Prozent mehr Geld, mindestens 222 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. In der laufenden Tarifrunde hat die Gewerkschaft auch in Berlin und Brandenburg bereits mehrmals Warnstreiks organisiert.