Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall spricht sich für gesetzliche Regelungen aus, um massive Warnstreiks in Tarifverhandlungen einzuschränken. Verbandspräsident Stefan Wolf sagte in Berlin, es gehe nicht darum, das Streikrecht infrage zu stellen. Es gehe aber um «Leitplanken», damit der Arbeitskampf wieder das letzte Mittel sei, um eine Tarifeinigung herbeizuführen.
«Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, ist bedauerlicherweise der Arbeitskampf inzwischen häufig vor allem ein Mittel zur Mitgliedergewinnung für die Gewerkschaften», sagte Wolf. Viele Menschen seien mittlerweile genervt von massiven Eingriffen bei der Bahn, im Flugverkehr und im öffentlichen Nahverkehr. Wolf nannte einen aktuellen Fall: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) würden seit Wochen massiv bestreikt. Eine Schlichtung stehe zwar im Raum. «Aber Verdi will noch mal ordentlich streiken, bevor man sich darauf überhaupt einlässt.»