loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Rund 118,9 Millionen Euro Bußgeld von Verkehrssündern

Deutlich zugenommen hat mit 977.664 Fällen die Zahl der registrierten Geschwindigkeitsverstöße. (Symbolbild) / Foto: Monika Skolimowska/dpa
Deutlich zugenommen hat mit 977.664 Fällen die Zahl der registrierten Geschwindigkeitsverstöße. (Symbolbild) / Foto: Monika Skolimowska/dpa

Tausende Verstöße registrieren Polizei und Ordnungsamt jährlich auf Berlins Straßen. Das spült eine Millionensumme in die Landeskasse. Könnte es noch mehr sein?

Bei Rot über die Ampel, Falschparker, Raser: Mehr als 118,9 Millionen Euro haben Bußgeldbescheide der Berliner Landeskasse im vergangenen Jahr eingebracht. Das geht aus einer internen Statistik der Bußgeldstelle der Hauptstadt hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Jahr 2024 wurden demnach rund 112,4 Millionen Euro eingenommen. 

Deutlich zugenommen hat nach der Statistik mit 977.664 Fällen die Zahl der registrierten Geschwindigkeitsverstöße (2024: 850.643). Aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist der Anstieg insbesondere auf zusätzlich angeschaffte mobile Blitzeranlagen zurückzuführen.

«Mobile und flexible Kontrollmöglichkeiten sind der richtige Weg», sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Als einen Beleg dafür, dass diese effektiver als statische Blitzgeräte sind, wertet die Gewerkschaft auch eine gesunkene Anzahl von Rotlichtverstößen. Im Jahr 2024 lag die Zahl bei 24.342, im vergangenen Jahr dann bei 19.290. 

Bußgeldstelle ist «Goldgrube»

Die Polizeigewerkschaft beklagte erneut eine angespannte Personalsituation bei der Behörde. «Die Bußgeldstelle ist und bleibt die Goldgrube der Hauptstadt», so Jendro. «Wir haben eine wachsende Anzahl an Ordnungswidrigkeiten in Berlin, aber einen nahezu unveränderten Personalkörper.» 

Insgesamt wurden nach der Statistik mehr als 4 Millionen Anzeigen zu Ordnungswidrigkeiten im Jahr 2025 verfasst, im Jahr zuvor waren es rund 3,8 Millionen. Eingestellt wurden im vergangenen Jahr knapp 1,04 Millionen Fälle. Das waren erneut mehr Verfahren als im Vorjahr (2024: 926.243). 

In einer Antwort der Berliner Innenverwaltung auf eine schriftliche Anfrage von Grünen-Abgeordneten aus dem Jahr 2025 wurden für die Einstellung mehrere Gründe genannt. So konnte häufig der Fahrer nicht ermittelt werden. In vielen Fällen wurde auch kein Bescheid innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht an die Verkehrssünder verschickt.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten