In keinem anderen Bundesland hat die Inflation in den vergangenen fünf Jahren so hart zugeschlagen wie in Brandenburg. Bundesweit lag der Preisanstieg im betrachteten Zeitraum 2020 bis 2025 bei 21,8 Prozent. In Brandenburg fiel er dagegen um 1,8 Prozentpunkte stärker aus und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland, wie eine Auswertung des Ifo Dresden ergab. Wichtigste Treiber für die Unterschiede waren Kosten für Lebensmittel, Verkehr sowie für Dienstleistungen und andere Waren.
In Sachsen und Bremen lag die Inflation um 1,7 Prozentpunkte höher, in Sachsen-Anhalt um 1,6 Prozentpunkte. Am anderen Ende der Skala liegt Hamburg, wo die Inflation um 2,1 Punkte niedriger ausfiel als im Bundesschnitt.
Blickt man allerdings nicht nur auf die Inflation, sondern auch auf die Löhne und ermittelt die reale Stundenlohnentwicklung, ergibt sich ein anderes Bild. Und es fällt für den Osten sehr viel günstiger aus. Die vom Ifo Dresden ausgewerteten Daten hier reichen allerdings nur bis 2024.
Am besten schneidet dabei Thüringen ab, wo die Löhne von 2020 bis 2024 um 3,6 Prozentpunkte stärker gestiegen sind als die Preise. Dahinter folgt Berlin mit 2,6 Punkten Plus vor Mecklenburg-Vorpommern mit 2,5, Brandenburg mit 1,7, Sachsen-Anhalt mit 1,4 und Sachsen mit 1,3.
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