Fahrlehrer aus Brandenburg haben vor dem Landtag in Potsdam lautstark gegen Pläne für eine Reform der Führerscheinausbildung protestiert. Sie versammelten sich am Morgen mit Trillerpfeifen, Sirenen und Plakaten am Alten Markt in der Landeshauptstadt.
Fahrschulen wenden sich gegen Reformvorschläge von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Der Fahrlehrerverband befürchtet, dass die Qualität der Ausbildung und die Verkehrssicherheit leidet.
«Sonderfahrten erhalten», «Präsenzunterricht sichern» war auf Plakaten vor dem Landtag zu lesen. Auch einige Abgeordnete, die zur Landtagssitzung am Vormittag eintrafen, sprachen mit Protestierenden.
Bundesverkehrsminister Schnieder will mit seinen Reformvorschlägen die Kosten für den Führerschein senken. Für einen Pkw-Führerschein der Klasse B werden laut Ministerium derzeit im Schnitt rund 3.400 Euro fällig.
Künftig soll die Pflicht zum Präsenzunterricht wegfallen und Wissen komplett digital über Apps oder Lernplattformen vermittelt werden können. Fahrsimulatoren sollen häufiger eingesetzt werden können, statt direkt auf der Straße unterwegs zu sein. Vorgesehen sind zudem weniger verpflichtende Sonderfahrten in der Nacht, auf Autobahnen und über Land.
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