Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage in Berlin machen sich bereits in Hausarztpraxen und einigen Rettungsstellen bemerkbar. Es seien vermehrt vor allem ältere Menschen versorgt worden, die hitzebedingt eingeliefert wurden, teilte eine Sprecherin der Vivantes-Kliniken auf dpa-Anfrage mit.
In Hausarztpraxen stellten sich jüngere und ältere Menschen vor allem mit Schwindel und Kreislaufproblemen vor, sagte Sandra Blumenthal-Beier, Vorsitzende des Hausärzteverbands Berlin und Brandenburg.
Schwindel, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme
Jüngere Patientinnen und Patienten kommen derzeit vor allem mit eskalierender Migräne, Kopfschmerzen und Schwindel in die Praxis, sagte Blumenthal-Beier. Auch die Älteren litten vor allem unter Schwindel und anderen Kreislaufbeschwerden.
Außerdem gebe es gerade auch viele Patienten mit Magen-Darm-Beschwerden, was zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsmangel führen kann. Insbesondere alleinlebende ältere Patienten äußerten Blumenthal-Beier zufolge auch Angst vor der sommerlichen Hitze und ihren Folgen.
Vivantes-Sprecherin Christina Bustorf sagte, eine sehr häufige Ursache für die Einlieferung in eine Rettungsstelle sei Flüssigkeitsmangel gewesen, in wenigen Fällen auch ein Sonnenstich. Die Ärztinnen und Ärzte raten, sich nicht der prallen Sonne auszusetzen und viel zu trinken. Ältere Menschen sollten in den heißen Stunden nach Möglichkeit zu Hause bleiben, teilte die Sprecherin weiter mit. Zu Vivantes gehören neun Berliner Krankenhäuser.
Hausarztpraxen als Anlaufstelle
Im Berliner Hitzeaktionsplan wird geraten, bei Symptomen wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen die Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 zu kontaktieren. Den Notruf unter der 112 sollte man bei Bewusstseinstrübung und Bewusstlosigkeit, neu aufgetretener Verwirrtheit und wiederholtem Erbrechen sowie Fieber über 39 Grad wählen.
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