Nach dem Straßenbahnunfall in Berlin-Lichtenberg mit 20 Verletzten haben Einsatzkräfte den entgleisten Zug am frühen Morgen in mehrere Teile aufgetrennt, geborgen und dann abtransportiert. Teams der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) begannen zugleich mit der Reparatur der beschädigten Oberleitungen, Masten und Gleise, bevor die Strecke wieder freigegeben werden kann, wie ein BVG-Sprecher mitteilte.
«Nach aktuellem Stand rechnen wir damit, die Arbeiten bis Freitag abschließen zu können», sagte er. Der eingerichtete Bus-Ersatzverkehr für die Linien M5 und M17 bleibt bis auf Weiteres bestehen.
Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk wurden nachts die hinteren Wagenteile per Schwerlasttransport weggefahren, die vorderen Wagenteile wurden zurück auf die Gleise gehoben und via Schiene abtransportiert.
Aufgerissen und aus dem Gleis gesprungen
Bei dem Unglück waren am Dienstag laut Feuerwehr 20 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Den Angaben zufolge ist ein Teil der Straßenbahn in einer Kurve vor der Arnimstraße vermutlich gegen einen Mast der Oberleitung gefahren. Dabei wurde die Seite rechts aufgerissen. Der letzte Wagen der Bahn sei dann aus dem Gleis gesprungen.
Polizei, Technische Aufsichtsbehörde TAB und die BVG ermitteln zur Unfallursache. Laut Medienberichten deuten unter anderem Zeugenaussagen darauf hin, dass die Straßenbahn schneller als erlaubt in der Kurve unterwegs war.
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