Wegen Eises auf der Oder und der damit verbundenen Hochwassergefahr verstärkt das Land Brandenburg die Kontrollen entlang der Deiche. Aktuell gebe es aber noch keine Probleme wegen möglicher Eisstauungen, hieß es vom Umweltministerium.
Bei anhaltendem Dauerfrost rechne das Landesamt für Umwelt jedoch damit, dass sich die sogenannte Eisstandsgrenze, wo treibende Eisschollen an der geschlossenen Decke anstoßen, Richtung Süden stromaufwärts bewege. «Deshalb kann gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden, dass der Eisstand Frankfurt (Oder) erreicht.» Aus diesem Grund werde auch die Hochwasserschutz-Baustelle an der Uferwand in Frankfurt (Oder) verstärkt kontrolliert.
Um die Kontrollen zu ermöglichen, werden die Deichverteidigungswege an der Oder vom Schnee beräumt und gestreut. Mit dem Aufbruch des Eises auf der Oder wird nach Angaben des Umweltministeriums «noch nicht begonnen».
Zum jetzigen Zeitpunkt bestehe keine kritische Hochwassergefahr. «Die Kontrollen dienen dazu, um schnell reagieren zu können, wenn sich Eisversetzungen bilden sollten, die auch die Deiche gefährden könnten», hieß es in dem Ministeriumsschreiben.
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