Der Einsatz nach dem Waldbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg ist beendet. Im Laufe des Dienstages soll die Brandfläche wieder an Sachsenforst übergeben werden, teilte die Gemeindeverwaltung in Zeithain mit.
Die Einsatzkosten ließen sich derzeit noch nicht abschätzen, sagte Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos). Er rechnet aber erneut mit einem sechsstelligen Betrag. Aktuell werde geprüft, ob eine Haushaltssperre nötig sei. Die Gemeinde forderte das Land auf, in ein geschütztes Tankfahrzeug zu investieren. Damit könnten künftig Einsatzkosten durch eine frühzeitige und effektive Brandbekämpfung reduziert werden, hieß es.
Bei dem Einsatz am Wochenende wurde ein gepanzertes Fahrzeug aus Sachsen-Anhalt angefordert, das jedoch wegen der Anreise erst am zweiten Tag zum Einsatz kam. «Durch die koordinierte und effektive Zusammenarbeit zwischen Löschhubschraubern und dem geschützten Tanklöschfahrzeug konnte die Lage schnell unter Kontrolle gebracht werden», so Pollmer.
Mehr als 200 Kräfte im Einsatz
Das Feuer hatte sich am Samstagnachmittag entwickelt und schnell ausgebreitet. Mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk (THW) hatten den Brand bei Temperaturen um die 40 Grad in Schach gehalten. Zudem waren zwei Löschhubschrauber im Einsatz. Erst vor einem Jahr hatte es in der Gohrischheide den größten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gegeben.
Die Gohrischheide gilt wegen der dort im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. Teile des Naturschutzgebietes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz können von Feuerwehrkräften wegen der Explosionsgefahr nicht betreten werden.
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