Immer mehr Nachtigallen kehren aus ihren Winterquartieren nach Deutschland zurück und geben ihre Gesangskünste zum Besten. «Zuerst kommen die Männchen an und suchen sich ein Revier. Sie sind sehr ortstreu, oft singt ein Männchen Jahr für Jahr an der gleichen Stelle», sagte Vogelexperte Martin Rümmler vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu).
«Der Gesang zeigt Rivalen, dass ein Revier bereits besetzt ist, vor allem aber soll er Weibchen anlocken. Die Nachtigallin nimmt aber nicht den Erstbesten, sie hört sich mehrere Männchen an, weshalb es zu regelrechtem Wettsingen kommen kann. Dabei kontern die Männchen auch den Gesang des Mitbewerbers, greifen dessen Tonhöhe und Strophen auf und versuchen ihn zu übertrumpfen.» Optisch gesehen sind die kleinen Vögel mit ihrem hellbraunen Gefieder sehr unscheinbar.