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Nachtigallen kehren nach Deutschland zurück – Männchen besetzen Reviere, Berlin ist 'Nachtigallen‑Hauptstadt'

Das Vorkommen der Nachtigallen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. (Archivbild). / Foto: Wolfram Steinberg/dpa
Das Vorkommen der Nachtigallen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. (Archivbild). / Foto: Wolfram Steinberg/dpa

Nachtigallen kehren aus den Winterquartieren nach Deutschland zurück. Männchen besetzen Reviere und singen zur Partnerwerbung – besonders viele in Berlin.

Immer mehr Nachtigallen kehren aus ihren Winterquartieren nach Deutschland zurück und geben ihre Gesangskünste zum Besten. «Zuerst kommen die Männchen an und suchen sich ein Revier. Sie sind sehr ortstreu, oft singt ein Männchen Jahr für Jahr an der gleichen Stelle», sagte Vogelexperte Martin Rümmler vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). 

«Der Gesang zeigt Rivalen, dass ein Revier bereits besetzt ist, vor allem aber soll er Weibchen anlocken. Die Nachtigallin nimmt aber nicht den Erstbesten, sie hört sich mehrere Männchen an, weshalb es zu regelrechtem Wettsingen kommen kann. Dabei kontern die Männchen auch den Gesang des Mitbewerbers, greifen dessen Tonhöhe und Strophen auf und versuchen ihn zu übertrumpfen.» Optisch gesehen sind die kleinen Vögel mit ihrem hellbraunen Gefieder sehr unscheinbar. 

Berlin ist Nachtigallhauptstadt

Den Angaben des Nabu zufolge beherrscht das durchschnittliche Nachtigall-Männchen 180 Strophen. Manche singen zehn Stunden am Stück. «Geträllert, gepfiffen und geschluchzt wird vor allem ab elf Uhr abends bis zum frühen Morgen, oft aber auch tagsüber», so der Nabu. Habe sich ein Paar gefunden, stelle das Männchen den Gesang weitgehend ein. «Nachtigallen, die Mitte Mai noch singen, sind in der Regel unverpaarte Männchen – die Hoffnung stirbt zuletzt.» Mit dem Schlüpfen der Jungvögel fingen die Männchen wieder an zu singen - als Gesangsunterricht.

Nachtigallen gibt es in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas. In Deutschland gibt es im Osten laut Nabu deutlich mehr Nachtigallen als im Westen. Berlin sei unter den Großstädten eindeutig «Nachtigallen-Hauptstadt». Die Vögel lebten an gebüschreichen Waldrändern, vor allem in Auwäldern, an Feldgehölzen sowie in Parks und größeren Gärten.

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