Für Mittelblocker Nehemiah Mote gibt es bei den BR Volleys nach seiner langen Leidenszeit ganz besondere Wertschätzung der Kollegen. «Es gab die letzten Tage bei jeder Trainingsübung, die ich erstmals wieder mitmachte, Applaus von der ganzen Mannschaft – ob Aufschlag, Block, Angriff oder im Sechs-gegen-sechs», sagte der 32-Jährige vor dem zweiten Viertelfinal-Spiel des Berliner Serienmeisters bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen in den Playoffs am Karfreitag (19.30 Uhr/Dyn).
Gegen den Brandenburger Rivalen soll der schmerzlich vermisste Mote in den Kader zurückkehren.«Ich fühle die Energie der Jungs und das tut richtig gut. Hoffentlich kann ich zeitnah einen Beitrag leisten und etwas zurückgeben», sagte er.
Beim Comeback direkt wieder verletzt
Denn allzu lange fehlte der Australier den Volleys auf dem Feld. Ende November des vergangenen Jahres fiel er zunächst wegen eines Muskelfaserrisses in der Brust aus. Direkt bei seinem Comeback im Februar verletzte er sich dann schwer am Sprunggelenk. «Diese Saison fühlt sich für mich wie eine interne Sanierung an. Der Weg war lang und es gab Rückschläge», erklärte Mote. Er sei aufgeregt, «dass es jetzt für mich hoffentlich zurück auf den Court gehen kann».
Der Ausfall des 32-Jährigen war in einer schwierigen Saison mit vielen Verletzten für den Rekordmeister nicht nur sportlich bitter. Auch als Anführer und Ruhepol wurde der Publikumsliebling vermisst.
Mit einem Sieg bei den Netzhoppers würden die Berliner den Einzug ins Halbfinale schon perfekt machen. Mote sieht die Volleys auf dem Weg zu alter Stärke. «Es fühlt sich jetzt auf dem Feld vielleicht nicht in jeder Situation so an, aber in meinen Augen finden die Dinge nun zum richtigen Zeitpunkt zusammen», sagte er.
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