Der erste Kontakt erfolgt meist über die Hotline, die Frauen und Kindern in Berlin rund um die Uhr Hilfe bei häuslicher Gewalt anbietet. «Dann gilt es Fragen zu klären wie: Welche Sprache spricht die Frau? Wo wohnt der Gefährder? Wie viele Kinder sind betroffen?», schildert die pädagogische Leiterin des neuen Frauen- und Kinderschutzhauses in Berlin. «Lässt sich die Frau auf das Sicherheitskonzept der Einrichtung ein, wird sie an einem geheimen Ort von uns abgeholt», schildert die Sozialarbeiterin weiter.
Um die Frauen und ihre Kinder vor weiterer Gewalt zu schützen, werden Betroffene möglichst weit entfernt vom bisherigen Umfeld untergebracht. Der neue Aufenthaltsort soll dabei geheim bleiben. Zum Sicherheitskonzept gehört daher, dass keine sozialen Medien genutzt werden dürfen. Der Kontakt mit Behörden wird teils zur Herausforderung, wenn es etwa um den Schulwechsel oder die polizeiliche Anmeldung geht, wie die pädagogische Leiterin berichtet. Auch ihr Name wird zum Schutz der Einrichtung nicht genannt.