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Hygienecenter am Bahnhof Zoo in Berlin feiert zehnjähriges Bestehen

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) besuchte das Hygienecenter der Stadtmission am Bahnhof Zoo, in dem obdachlose Menschen duschen können. / Foto: Jens Kalaene/dpa
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) besuchte das Hygienecenter der Stadtmission am Bahnhof Zoo, in dem obdachlose Menschen duschen können. / Foto: Jens Kalaene/dpa

Das Hygienecenter am Bahnhof Zoo in Berlin besteht seit zehn Jahren. Rund 100 Obdachlose nutzen täglich Duschen, Pflege und Kleidung; Betreiber fordern längere Öffnungszeiten.

Das sogenannte Hygienecenter für obdachlose Menschen am Bahnhof Zoo hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Täglich nutzen dort rund 100 Menschen die Möglichkeit zu duschen, wie die Stadtmission der evangelischen Kirche als Betreiberin mitteilte. Sie erhalten dazu kostenfrei Duschgel, Shampoo, Zahnbürsten und Zahnpasta, aber auch Rasierschaum und Rasierer, Handtücher sowie T-Shirts, Socken und Unterwäsche. Zum Jubiläum kam auch Elke Büdenbender, die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zu Besuch. 

Vor Ort gibt es außerdem Toiletten. Seit 2024 können sich Obdachlose in dem Zentrum zudem professionell die Füße pflegen lassen. Geöffnet hat die Einrichtung jeden Tag von 8.30 bis 16.45 Uhr. Nach Angaben einer Sprecherin wünscht sich die Stadtmission aufgrund des Bedarfs längere Öffnungszeiten von 8.00 bis 21.00 Uhr. Dazu müsste der Senat mehr Geld als bisher bereitstellen. 

Wegner würdigt Arbeit 

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) würdigte bei einem Besuch des Hygienecenters das Engagement der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfer dort. Sie ermöglichten ihren Gästen mit viel Herzblut Dinge, die für viele Menschen ganz normal, für solche ohne ein Dach über dem Kopf aber etwas Besonderes seien. Die tägliche Hygiene gehöre zur Menschenwürde. 

First Lady zu Besuch 

Am Nachmittag besuchte dann noch First Lady Büdenbender das Zentrum. Sie ist Schirmherrin des Bildungsbereichs der Stadtmission. Sie unterhielt sich mit den Ehrenamtlichen vor Ort und wurde auch aktiv - beim Kartenspielen und beim Tischtennis. 

Für das Doppel fehlte Büdenbender noch eine Partnerin. Sie gab dann kurzum den zweiten Schläger der Pressesprecherin der Stadtmission, Barbara Breuer. Zusammen spielten sie mit zwei obdachlosen Männern. Die beiden Herren spielten «wirklich sehr gut», sagte Büdenbender danach. 

Breites Hilfsangebot 

Die Stadtmission ist am Bahnhof Zoo mit insgesamt 240 ehrenamtlichen und 32 festangestellten Mitarbeitern noch anderweitig für obdachlose und hilfsbedürftige Menschen aktiv. Die Bahnhofsmission versorgt Menschen in akuten Krisen und in Not mit Essen und Trinken oder auch Kleidung und bietet bei Bedarf psychosoziale Beratung. Im Zentrum am Zoo wiederum finden Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben oder einsam sind, seit fünf Jahren einen Ort der Begegnung mit vielfältigen Angeboten auch für Sport und Freizeit.

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