Der amtierende Oberbürgermeister der Grenzstadt Frankfurt (Oder), René Wilke, soll Brandenburgs neuer Innenminister werden. Das erfuhr dpa aus SPD-Parteikreisen. Ein Sprecher der Staatskanzlei kündigte für 14.00 Uhr eine Pressekonferenz zu diesem Thema in der Staatskanzlei an. Der parteilose Wilke soll damit die Nachfolge von Katrin Lange (SPD) antreten, die am Freitag zurückgetreten war. Zunächst hatten das Portal «The Pioneer» und der «Tagesspiegel» berichtet.
Wilke war im vergangenen Jahr aus der Partei Die Linke ausgetreten. Er begründete seinen Schritt vor allem mit der Einstellung der Partei zum Ukraine-Krieg. «Eine kritische Haltung zu Russland oder Putin, ohne mindestens schiefe Blicke zu ernten, ist schwierig. Es sei denn, man verdammt die USA und die Nato zum Ausgleich besonders stark», sagte Wilke dem «Tagesspiegel». «In der Linken gibt es noch immer einen naiven Pazifismus: Wer für Waffenlieferungen ist, will den Krieg. Und nur diejenigen, die gegen Waffenlieferungen sind, sind die Friedensverteidiger. Das ist mir zu einfach.»