Eine Ausstellung vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts hat in Potsdam scharfe Kritik der Jüdischen Gemeinde der Stadt und des Beauftragten gegen Antisemitismus ausgelöst. Sie fordern, die Ausstellung im Museum Fluxus+ zu überarbeiten oder zu beenden, da sie unter anderem antisemitischen Terror verharmlose und historische Zusammenhänge verzerre.
Der Geschäftsführer des Museums, Tamás Blénessy, nahm auf Anfrage bislang nicht inhaltlich zu der Kritik Stellung. Es sei eine weitere Abstimmung mit dem Künstler Costantino Ciervo nötig, die aus terminlichen Gründen nicht vor kommender Woche erfolgen könne, teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit.
In der Ausstellung werden Porträts palästinensischer Figuren mittels künstlicher Intelligenz in «Zwillinge» transformiert - Gestalten, die zugleich palästinensisch und israelisch sind, wie das Museum Fluxus+ zu der Ausstellung des italienischen Künstlers Ciervo mitteilte. Das multimediale Projekt mit dem Titel «Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt» wird seit Mitte November in Potsdam gezeigt. Über die Kritik daran hatte zuvor der «Tagesspiegel» berichtet.