Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben nach Angaben der Veranstalter den Karneval der Kulturen am Pfingstwochenende in Berlin besucht. Rund 770.000 Menschen hätten den Umzug besucht, etwa 390.000 Menschen das Straßenfest, teilten die Veranstalter mit. Das sommerliche Wetter habe für faszinierende Stimmung gesorgt.
Der Karneval der Kulturen, der in den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg gefeiert wurde, entstand vor 30 Jahren. Berlin habe mit dem Umzug an Pfingstsonntag eines der größten deutschen Straßenfeste sowie postmigrantische Tradition gefeiert, meldeten die Veranstalter am Montag.
«Das 30-jährige Jubiläum hat zugleich auch deutlich gemacht, wie fehlende Zusicherungen von Politik und Verwaltung es zunehmend schwieriger machen, Veranstaltungen dieser Größenordnung zu realisieren», teilten sie mit. Viele Herausforderungen entstünden durch enormen Abstimmungsbedarf, bürokratische Hürden und immer komplexere Auflagen.
Bei der Parade durch den Stadtteil Friedrichshain hatten mehr als 60 Gruppen Tanz, Musik und Kostüme aus aller Welt gezeigt. Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen größeren Zwischenfällen.
Der Veranstalter riefen in diesem Jahr erstmals zu Spenden auf. Die Förderung des Berliner Senats reiche nicht mehr aus, um gestiegene Auflagen zu erfüllen, hatten sie mitgeteilt. Das Geld wollten sie unter anderem für Sicherheitsteams, zusätzliche Sanitäranlagen und die Reinigung verwenden. Von erhofften 85.000 Euro kamen laut Internetseite zunächst etwa knapp 30.000 Euro zusammen.
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