Nach den Vergewaltigungsvorwürfen in einem Jugendzentrum im Bezirk Neukölln fordert die Berliner CDU-Fraktion Akteneinsicht. Wenn Vorwürfe sexueller Übergriffe und einer Vergewaltigung über Wochen totgeschwiegen würden, werfe das Fragen zur Arbeit des Jugend- und Bezirksamts auf, sagte die jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, Lilia Usik. «Wir werden als Abgeordnete der CDU-Fraktion zu diesem ungeheuerlichen Vorgang jetzt Akteneinsichtnahme beantragen.»
Der zuständigen Jugendstadträtin fehle es offensichtlich an Aufklärungswillen. Sie habe weder die Öffentlichkeit noch die Polizei rechtzeitig informiert. «Wer auf diese Weise Täter schützt, ist Teil des Problems und völlig fehl am Platz», so Usik.
Außerdem müsse Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) endlich handeln und eine schonungslose Aufklärung sicherstellen. «Warum wurden in eklatanter Weise Schutzvorschriften missachtet?»