Drei Wochen nach den mutmaßlichen Angriffen mit Molotow-Cocktails auf ein alternatives Wohnprojekt in Cottbus sind die Täter bisher nicht gefasst. «Wir haben noch keine konkreten Täter ermittelt», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus. Dabei gehe es um den Verdacht der versuchten schweren Brandstiftung. Anfang Juli waren Brandsätze auf das alternative Wohnprojekt «Zelle 79» in Cottbus geworfen worden.
Staatsschutz und Mordkommission nahmen damals Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes auf. Tatverdächtig dafür waren laut Polizei zwei schwarz gekleidete Männer zwischen 15 und 20 Jahren. Eine Bewohnerin hatte sie gefilmt. Die Polizei ging davon aus, dass die Täter aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit wurden sichergestellt.
Ermittlungen «in alle Richtungen»
Die Staatsanwaltschaft sagte über die Einordnung der Tat: «Wir ermitteln jetzt in alle Richtungen.» Das Ermittlungsverfahren laufe gegen Unbekannt. Damit gibt es zumindest derzeit nicht mehr die anfängliche konkrete Einstufung des Verdachts auf versuchten Mord.
Die Ermittler prüfen auch eine Brandstiftung in der Nähe des Wohnprojekts am alternativen Club «Chekov», wo eine Zaunlatte brannte. Dort wurden laut Polizei mehrere Sprayflaschen gefunden.
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