Rund sieben Jahre nach einem mutmaßlichen Auftragsmord nahe dem Berliner Alexanderplatz wird der Fall ab heute (9.30 Uhr) vor dem Landgericht aufgerollt. Angeklagt sind drei Männer. Ihnen wird heimtückischer Mord aus Habgier beziehungsweise Anstiftung dazu zur Last gelegt. Die Tat soll im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität stehen.
Ein 58-jähriger Angeklagter soll am Abend des 18. März 2019 in Berlin-Mitte einen 26-jährigen Mann mit Messerstichen getötet haben. Den Auftrag soll ein 44-Jähriger erteilt haben. Dessen Vertrauter, ein ebenfalls 58-Jähriger, soll seine Kontrakte zur organisierten Kriminalität in Moldau genutzt und den mutmaßlichen Killer angeheuert haben. Hintergrund der Tat seinen Geldschulden des 44-Jährigen beim Vater des Opfers gewesen.
Der mutmaßliche Auftragsmörder soll für die Tat nach Deutschland eingereist und danach sofort nach Moldau zurückgereist sein. Im Juni 2025 nahmen Einsatzkräfte der lettischen und rumänischen Polizei im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft die Angeklagten fest. Die jahrelangen Ermittlungen wurden Angaben zufolge von Europol unterstützt. Bislang sind 24 Prozesstage geplant.
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