In Brandenburg droht in den nächsten fünf Jahren ein zunehmender Versorgungsmangel bei Haus-, Fach- und Zahnärzten. Gerade in den nächsten fünf Jahren gingen die geburtenstarken Jahrgänge auch bei den Ärztinnen und Ärzten in Rente, sagte die Vorstandschefin der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Catrin Steiniger. Es werde schwierig, diese Reihen vollkommen aufzufüllen, vor allem auf dem Land. Ein Drittel der Hausärzte ist laut Verband 60 Jahre und älter, bei den Fachärzten sind es 29 Prozent.
Derzeit sind die Stellen von 400 Hausärztinnen und Hausärzte nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung nicht nachbesetzt. Bei den Fachärzten sei das Problem nicht so groß, sagte Steiniger. Allerdings gebe es auch dort besonderen Bedarf: Am schwierigsten sei es, bei Haut- oder Augenärzten Termine zu finden. Als Gründe für das drohende Defizit nannte Steiniger generell vor allem Nachwuchsmangel wegen fehlender Ausbildungsmöglichkeiten in Brandenburg.