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Brandenburg fördert Hausärzte: Bis zu 55.000 Euro für Frankfurt (Oder) und 20 Regionen

Die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen suchen in Brandenburg mit einem Anreizprogramm von bis zu 55.000 Euro nach Ärzten. (Archivbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa
Die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen suchen in Brandenburg mit einem Anreizprogramm von bis zu 55.000 Euro nach Ärzten. (Archivbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa

KVBB bietet bis zu 55.000 Euro und Unterstützung bei Praxis- und Wohnraum, um in Frankfurt (Oder) und weiteren Regionen Nachfolger für Hausärzte zu gewinnen.

Mit verschiedenen Rezepten versucht Brandenburg, den wachsenden Ärztemangel zu lindern. Den gibt es nicht nur auf dem Land: In Frankfurt (Oder) lag die Versorgung schon Anfang des Jahres bei unter 90 Prozent. Mehrere Hausärztinnen und Hausärzte schließen in den kommenden Monaten aus Altersgründen ihre Praxen, ohne dass eine Nachfolge gefunden werden konnte, berichtete die Stadt. Die meisten übrigen Praxen nähmen aber keine neuen Patienten auf.

Deshalb startete die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) eine Aktion. «Jetzt Hausarzt in Frankfurt (Oder) werden», heißt es in einer Anzeige. Bis zu 55.000 Euro Fördermittel gibt es, wenn sich ein Allgemeinmediziner neu in der Stadt niederlässt, wirbt die KVBB. Sie will auch bei der Suche nach Praxis- und Wohnräumen helfen. Frankfurt (Oder) ist kein Einzelfall.

Mehr als 20 Regionen mit Förderaktion

Die Kassenärzte und die Krankenkassen unterstützen die Ansiedlung ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte in Brandenburg seit 2007. So werden laut KVBB Hausärzte in den Regionen Bad Freienwalde, Eberswalde, Elsterwerda - Bad Liebenwerda, Fürstenwalde/Spree, Jüterbog, Perleberg - Wittenberge, Prenzlau, Beeskow (ohne Bad Saarow und Storkow), Eisenhüttenstadt, Forst, Guben, Kyritz, Lübben, Lübbenau, Pritzwalk - Wittstock (Dosse), Seelow, Senftenberg - Großräschen, Spremberg, Herzberg (Elster), Lauchhammer-Schwarzheide, Schwedt/Oder, Cottbus und Frankfurt (Oder) mit bis zu 55.000 Euro gefördert.

Dazu kommen in einigen Regionen Augenärzte, Frauenärzte, Kinderärzte, Hautärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Neurologen. Die Zuschüsse werden je zur Hälfte von der KVBB und den Krankenkassen finanziert.

Stipendien und eine Landarztquote

Das Brandenburger Gesundheitsministerium wertet die Aktion in Frankfurt (Oder), aber auch andere Förderaktionen der Kassenärzte positiv. Darüber hinaus unterstützen einige Kommunen laut Ministerium die Niederlassung von Ärzten, zum Beispiel die Landkreise Havelland und Elbe-Elster.

Das Land gibt bereits Stipendien an Studentinnen und Studenten der Humanmedizin, die sich verpflichten, nach Studium und Weiterbildung für mindestens fünf Jahre auf dem Land zu arbeiten. Dafür gibt es 1.000 Euro im Monat, längstens sechs Jahre und drei Monate.

Außerdem ist geplant, über eine Landarztquote voraussichtlich 10 Prozent der Erstsemester-Studienplätze an der Medizinischen Universität Lausitz für angehende Landärzte zu reservieren, die sich verpflichten, nach der Ausbildung in Brandenburg tätig zu werden.

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