Schokolade, Mango oder doch lieber Pistazie? Wer jetzt Lust auf ein Bällchen in der Waffel bekommt, kann sich freuen: Passend zu den teils frühlingshaften Temperaturen öffnen in den kommenden Tagen immer mehr Eisdielen in Deutschland, sagt Annalisa Carnio, Sprecherin des Verbandes der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland (Uniteis).
In vielen Läden könnte dann auch die Eissorte des Jahrs 2026 im Angebot sein: Pinocchio. Jedes Jahr kürt Uniteis eine andere Kreation. Pinocchio sei eine Melange aus Milcheis und Erdbeersorbet, verziert mit in Schokolade getunkten Grissini, erklärt Carnio. Für den Namen haben die Eisspezialisten sich entschieden, weil der italienische Schriftsteller Carlo Collodi und Erfinder der berühmten Kinderbuchfigur Pinocchio dieses Jahr 200 Jahre alt geworden wäre. «Wir wollten die Eissorte dieses Jahr unserer italienischen Tradition widmen und zeigen, dass wir unsere Literatur und Geschichte schätzen», sagt Carnio.
«In Deutschland ist das Publikum konservativ»
Mit dem beliebten Kindereisbecher Pinocchio – Smarties als Augen, eine Waffel als Hut, ein Keksröllchen als Nase – habe die Eissorte nichts zu tun. Der Eisbecher Pinocchio sei aber immer noch ein Klassiker in der Kinderkarte.
Auch wenn viele Eisdielen gerne neue und kreative Sorten anbieten, dürfen die Klassiker in der Theke nicht fehlen, sagt Carnio. «In Deutschland ist das Publikum konservativ.» Exotische Kreationen würden gerne mal probiert, die großen Renner seien aber Jahr für Jahr Sorten wie Erdbeere, Vanille, Schokolade, Haselnuss oder Stracciatella. Im Sommer gehe der Trend zu mehr Fruchteissorten und Sorbets wie Zitrone oder Mango.
Übrigens hätten auch immer mehr Eisdielen im Winter offen, sagt Carnio. Im Angebot gäbe es dann häufig Sorten mit Kuchen-Geschmack. Eiskalt und in Kugelform könnten Kunden dann zum Beispiel Schwarzwälder Kirschtorte, Bienenstich, Linzertorte oder Apfelstrudel kosten.
Uniteis vertritt laut Carnio die Interessen von rund 900 Mitgliedern mit etwa 2.200 Eisdielen, die ihr Eis selbst produzieren. Die Gesamtzahl der Betriebe in Deutschland ist höher.
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