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Warnstreik im Brandenburger Nahverkehr in vollem Gange

Auch in Brandenburg standen am Montag viele Busse und Straßenbahnen still.  / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Auch in Brandenburg standen am Montag viele Busse und Straßenbahnen still. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Am Montagmorgen standen in vielen Teilen Brandenburgs die Busse und Straßenbahnen still. Mit einem Warnstreik versucht die Gewerkschaft Verdi im Tarifstreit Druck auf die Arbeitgeberseite aufzubauen.

Seit den Morgenstunden läuft in weiten Teilen Brandenburgs der öffentliche Nahverkehr wegen zwei Warnstreiks nur eingeschränkt. Bei vielen Verkehrsbetrieben fahre «nichts raus», sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Germanus in Potsdam. Sie sehe eine «schöne Beteiligung». In einigen Städten wie in Potsdam übernahmen private Subunternehmen einen Teil der Busfahrten. So konnte etwa der Schulverkehr teilweise aufrechterhalten werden.

Zahlreiche Verkehrsunternehmen schlossen sich dem Warnstreik an. Entsprechend waren Bus und Straßenbahnfahrten im ganzen Land von den Arbeitsniederlegungen der Gewerkschaft Verdi betroffen. Hinzu kam ein Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zwischen 7.00 Uhr bis 9.30 Uhr. Laut EVG war für diesen Zeitraum der Regionalverkehr im Nordwesten dadurch teilweise eingeschränkt.

16 Verkehrsunternehmen beteiligt

Am weitaus größeren Verdi-Warnstreik beteiligten sich insgesamt laut der Gewerkschaft 16 Unternehmen: Uckermärkische Verkehrsgesellschaft, Barnimer Busgesellschaft, Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder), Busverkehr Oder-Spree, Mobus Märkisch-Oderland Bus, Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn, Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft, Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel, Verkehrsbetrieb Potsdam, Regiobus Potsdam Mittelmark, Havelbus Verkehrsgesellschaft, Verkehrsgesellschaft Teltow Fläming, Cottbusverkehr, Spree-Neiße Cottbusverkehr, Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme Spreewald und Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz. 

Verdi fordert kürzere Arbeitszeit

Die Gewerkschaft Verdi fordert im Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg unter anderem eine geringere Wochenarbeitszeit, kürzere Schichtzeiten und längere Ruhezeiten. «Wir wollen jetzt einfach ein Zeichen setzen», sagt Verhandlungsführerin Andrea Germanus. Sie empfiehlt, am Montag Fahrgemeinschaften zu bilden. In Potsdam ist beim Verkehrsbetrieb eine Streikversammlung geplant (9.00 Uhr), in Cottbus am Hauptbahnhof eine Kundgebung (9.00 Uhr). 

Der kommunale Arbeitgeberverband spricht von einer «unnötigen Eskalation». «Das Volumen der Forderungen würde zu Personalkostensteigerungen von circa 27 Prozent führen», erklärt er. Am Dienstag (3. Februar) steht die nächste Verhandlungsrunde an.

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