Die Gewerkschaft Verdi wird die Beschäftigten am Hauptstadtflughafen BER über Ostern nicht zu einem weiteren Warnstreik aufrufen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, haben sich die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft und die Gewerkschaft bei ihren Verhandlungen angenähert.
«Die Verhandlungen werden am 13. April fortgesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt schließt Verdi Streiks aus», teilte die Gewerkschaft mit.
Verdi hatte den Flughafen BER vor etwas mehr als einer Woche einen Tag lang bestreikt. Damals fielen sämtliche Starts und Landungen aus. Betroffen waren der Flughafengesellschaft zufolge rund 445 Flugbewegungen mit etwa 57.000 Passagieren.
Verdi fordert unter anderem 6 Prozent mehr Geld
«Der Streik letzte Woche hat Wirkung gezeigt. Wir sind am Verhandlungstisch dieses Mal ein deutliches Stück weitergekommen», sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler laut Mitteilung. «Wir erwarten von der Arbeitgeberseite, dass wir am 13. April in dieser konstruktiven Atmosphäre weiterverhandeln und zu einem Abschluss kommen.»
Verdi fordert für die rund 2.000 Beschäftigten der Flughafengesellschaft unter anderem 6 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.
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