Wieder ist es zu einem Ausbruch der Newcastle-Krankheit in einem Geflügelbetrieb in Brandenburg gekommen. Betroffen ist ein Hähnchenmast in der Gemeinde Oderaue im Kreis Märkisch-Oderland. Rund 126.000 Tiere müssten getötet werden, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als nationales Referenzlabor habe den Nachweis des Virus am Sonntag bestätigt.
Im Landkreis Märkisch-Oderland ist es der zweite Fall der Newcastle-Krankheit. Stark betroffen ist vor allem der Landkreis Dahme-Spreewald. Dort waren bis Anfang April 1,6 Millionen Tiere getötet worden. Aber auch im Oder-Spree-Kreis gab es bereits mehrere Ausbrüche.
Die Tierseuche brach im Februar erstmals seit 30 Jahren wieder in Brandenburg aus - trotz der in Deutschland geltenden Impfpflicht. Auch in Polen und Tschechien trat die Newcastle-Krankheit vermehrt auf. Die in Brandenburg nachgewiesenen Viren gehören laut Ministerium zu einem Genotyp, der insbesondere in diesen osteuropäischen Ländern zirkuliert.