Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey rechnet nicht mit einer nennenswerten Senkung der Spritpreise durch den ab 1. Mai geltenden Tankrabatt, bei dem der Staat pro Liter auf 16,7 Cent Steuern verzichtet. «Wir werden am 1. Mai, also in ein paar Tagen, erleben, dass wahrscheinlich das nicht durchgereicht wird», sagte die SPD-Politikerin in der ARD-Sendung «Maischberger». «Es ist ein Versuch, aber ich glaube auch, dass das am Ende nicht funktionieren wird.» Zu befürchten sei, dass sich die Mineralölkonzerne einen Teil der Steuersenkung einstreichen.
Giffey forderte konsequentere Maßnahmen, um die Spritpreise und damit auch die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne zu deckeln. «Ich würde mir wünschen, dass wir einfach mal in unsere Nachbarländer gucken, nach Polen, nach Belgien, nach Luxemburg», sagte sie. Dort legten die Regierungen eine Preisobergrenze fest, die sich zusammensetze aus Produktpreis, Vertriebspreis sowie Abgaben und Steuern.