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Deutsche Bahn prüft zweite tägliche Direktverbindung Berlin–Paris ab 2028

Bahn-Manager Michael Peterson macht Hoffnung auf eine zweite tägliche Direktverbindung zwischen Berlin und Paris. (Archivbild) / Foto: Oliver Berg/dpa
Bahn-Manager Michael Peterson macht Hoffnung auf eine zweite tägliche Direktverbindung zwischen Berlin und Paris. (Archivbild) / Foto: Oliver Berg/dpa

Deutsche Bahn erwägt ab 2028 ein zweites tägliches ICE-Paar zwischen Berlin und Paris wegen hoher Auslastung; Ausbau von Verbindungen nach Italien geplant.

Die Deutsche Bahn kann sich angesichts hoher Fahrgastzahlen eine zweite tägliche Direktverbindung zwischen Berlin und Paris ab 2028 vorstellen. «Der ICE nach Paris ist ein großer Erfolg, die Auslastung beträgt mehr als 80 Prozent. Deshalb sprechen wir mit unserem französischen Partner SNCF jetzt darüber, ob wir tagsüber ein zweites Zugpaar zwischen Berlin und Paris einsetzen», sagte Michael Peterson, im Bahnvorstand für den Fernverkehr zuständig, der «Berliner Zeitung». 

Die Direktverbindungen zwischen den beiden Hauptstädten gibt es seit Ende 2024. «Anfangs dachten wir, dass vielleicht die Hälfte der Reisenden die gesamte Distanz mit dem Zug zurücklegt. Tatsächlich fahren im Schnitt 75 Prozent die komplette Strecke», sagte Peterson. 

Mehr Bahnverkehr auch nach Italien geplant

Gemeinsam mit der italienischen Bahn Trenitalia und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) will die Bahn Peterson zufolge auch die Verbindungen zwischen Deutschland und Italien ausbauen. «Ziel ist, 2027 zwischen München, Mailand und Rom zu starten. Dann soll es von Neapel nach München und später weiter nach Berlin gehen», sagte der Manager. Ab 2029 könnten, wenn alles klappe, Berlinerinnen und Berliner tagsüber ohne umzusteigen nach Italien reisen.

Direktverbindung auch nach London?

Deutlich skeptischer äußerte sich der Bahn-Manager hinsichtlich einer Direktverbindung von Berlin nach London. «Es dürfte schwierig werden, eine praktikable Lösung für die Zoll- und Sicherheitskontrollen zu finden», sagte er der «Berliner Zeitung». «In Richtung Großbritannien müssten die bereits in Berlin stattfinden, dann müsste der Zug nonstop auf die Insel fahren.» Dafür seien teure Zulassungsverfahren für die Zugmodelle nötig, die schnell dreistellige Millionenbeträge kosten.

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