Nach mehrjähriger Verzögerung und Problemen bei der Zulassung soll die neue 50-Meter-Tram der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) von Mitte Juli an in Betrieb gehen. «Die zuständige Technische Aufsichtsbehörde (TAB) hat für das erste Fahrzeug die Inbetriebnahmegenehmigung erteilt», teilte die BVG mit. Damit könne der Betrieb losgehen. Die ersten Test- und Schulungsfahrten mit dem sogenannten Urbanliner beginnen demnach kommende Woche Mittwoch.
Das Fahrzeug soll auf der Tramlinie M4 zum Einsatz kommen, die zwischen dem Hackeschen Markt und Hohenschönhausen beziehungsweise Falkenberg unterwegs ist.
Derweil schreite die Zulassung weiterer Züge voran, teilte die BVG weiter mit. Noch in diesem Jahr soll die Flotte auf der M4 den Angaben zufolge auf rund 15 Fahrzeuge anwachsen und sich bis 2028 auf dieser Basis verdoppeln. Dann könnte die BVG den gesamten Verkehr auf der M4 mit dem «Urbanliner» fahren.
Die Tram sollte bereits im Februar in den Fahrgastbetrieb gehen, ein geplantes Event mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wurde aber kurzfristig abgesagt. Hintergrund waren Uneinigkeiten mit der Zulassungsbehörde. Es ging vor allem um das Gewicht der Fahrzeuge. Im Bereich des Alexanderplatzes mussten im U-Bahn-Tunnel zwei zusätzliche Stützen eingebaut werden.
Die TAB muss jedes Fahrzeug für jede Linie einzeln zulassen. Deshalb beziehe sich das Genehmigungsverfahren bisher ausschließlich auf die Linie M4. «Perspektivisch ist der Einsatz der neuen Trams auch auf anderen Linien denkbar», teilte die BVG weiter mit.
Der «Urbanliner», der vom Hersteller Alstom gebaut wird, hat Platz für 312 Fahrgäste (92 Sitzplätze). Als das Fahrzeug im Sommer 2024 bei der BVG in den Testbetrieb ging, wurde ein Einsatz im Fahrgastbetrieb für das erste Quartal 2025 angekündigt.
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