Die Berliner Stadtreinigung (BSR) gibt wegen der anhaltenden Eisglätte auch an den kommenden Tagen kostenlos Splitt ab. Ab Montag gibt es das Angebot allerdings nur noch an drei BSR-Betriebshöfen, wie BSR-Sprecherin Frauke Bank auf dpa-Anfrage sagte. Zum Auftakt am Samstag waren es zehn. «Wir müssen für uns eine gewisse Mindestmenge zurückhalten.»
Das Angebot gilt weiterhin an den Betriebshöfen in der Forckenbekstraße in Wilmersdorf, der Mühlenstraße in Friedrichshain und der Nobelstraße in Neukölln. Abgegeben werden haushaltsübliche Mengen von maximal zehn Litern, solange der Vorrat reicht.
Berlinerinnen und Berliner haben die Möglichkeit, sich Splitt für den privaten Gebrauch in selbst mitgebrachte Eimer oder andere Behälter füllen zu lassen. Transportmittel stellt die BSR nicht zur Verfügung. Die BSR-Betriebshöfe sind werktags von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.
«Wenn Sie in den Baumarkt gehen, ist es aktuell schwierig, Streumittel zu bekommen», sagte Bank. «Das war ein Grund für uns zu sagen, wir geben von dem, was wir haben, ein bisschen was ab.»
Stadtreinigung gibt kein Streusalz ab
Das gelte allerdings nicht für Taumittel wie Streusalz. «Auch Salz ist am Markt derzeit knapp, so die BSR-Sprecherin. «Wer sich jetzt Streusalz besorgen möchte, hat es schwer.» Die BSR brauche die Streusalzvorräte aber selbst.
Dass die Verkehrs- und Umweltverwaltung das Verwenden von Streusalz auf Gehwegen rechtlich möglich gemacht hat, ist aus Sicht der BSR das Eine. Streusalz sei allerdings umweltschädlich und sollte immer nur das letzte Mittel sein, sagte Bank. «Und es hilft bei dicken Eisschichten auch nur bedingt.»
«Bevor man Salz auf Gehwegen einsetzt, sollte man versuchen, das Eis mechanisch aufzubrechen, also mit der Schaufel- oder Spatenkante oder einer Eisscharre», empfiehlt die BSR-Sprecherin. Danach sollten die Eisstücke vom Gehweg so gut wie möglich entfernt werden.
Vorschlägen, wie sie aus den Reihen der Berliner Grünen gekommen sind, die BSR solle schrittweise grundsätzlich auch den Winterdienst für die Berliner Gehwege übernehmen, erteilt die Stadtreinigung eine Absage: «Wir halten das mit Blick auf das dafür nötige Personal und finanziell nicht für realistisch», sagte Bank. Die Gesamtstrecke der Gehwege summiere sich auf rund 12.000 Kilometer - das sei fast die Strecke von Berlin nach New York und zurück.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten