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Extreme Hitze in Berlin und Brandenburg: Bis zu 35 Grad und Gesundheitswarnungen

Vor für ältere Menschen und Kinder kann die Hitze gefährlich werden. / Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Vor für ältere Menschen und Kinder kann die Hitze gefährlich werden. / Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Der Sommer kommt mit voller Wucht. Dieses Wochenende soll es besonders heiß werden. Das gibt es zu beachten.

Extremes Sommerwetter beherrscht derzeit Berlin und Brandenburg. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt vor allem für Samstag vor extremer Hitze mit Temperaturen bis zu 35 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet über das gesamte Wochenende Werte von mehr als 30 Grad.

Am Freitag können in Brandenburg starke Gewitter hinzukommen. Für die Uckermark galt zunächst eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel, die aufgehoben wurde. 

In den Landkreisen Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße gab es lokal abgeschwächte einfache amtliche Warnungen vor starkem Gewitter. 

Warnung vor Gesundheitsgefahren

Die Hitze gefährdet vor allem Menschen ab 65 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Säuglinge und Kleinkinder. Vor allem in dicht bebauten Teilen Berlins könne die Belastung zusätzlich steigen, weil es nachts weniger abkühle.

Kliniken bereiten sich auf die Folgen vor: Die Zentrale Notaufnahme am Uniklinikum Cottbus stellt sich auf mögliche Patienten mit Kreislaufkollaps, Schwindel oder Kopfschmerzen ein. 

Chefarzt Matthias Fehr rät: «Wir empfehlen leichte Nahrungsmittel, wasserreiche Obst- und Gemüsesorten, ausreichend Flüssigkeit und mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.» Sport sollte nur in Maßen und am frühen Morgen oder in den späten Abendstunden betrieben werden. 

Pflegekräfte achteten darauf, dass ältere Menschen ausreichend trinken würden, hieß es unter anderem von der Volkssolidarität. Würden die Senioren in ihren eigenen Wänden betreut, schauten die Beschäftigte unter anderem, ob Fenster geschlossen und verdunkelt seien, schilderte eine Sprecherin des Diakonie-Pflege-Verbunds. Die Fachkräfte seien geschult, frühe Anzeichen von Dehydrierung, Hitzeerschöpfung oder Verwirrtheit zu erkennen. 

In den Einrichtungen des Unionshilfswerks wurden die Fenster mit Hitzeschutzfolien ausgestattet, wie eine Sprecherin mitteilte. Kühlende Anwendungen wie Fußbäder oder feuchte Tücher im Nacken- und Armbereich sollen für Erfrischung sorgen. «Statt schwerer Kost servieren wir leichte, wasserreiche Lebensmittel wie Melonen, Gurken, Tomaten sowie kalte Suppen», so die Sprecherin weiter. 

Obdachlose besonders in Gefahr

Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) rief die Bevölkerung zur Aufmerksamkeit betreffend Obdachlosen auf. «Fehlende Rückzugsorte, mangelnder Zugang zu Trinkwasser und die dauerhafte Belastung durch die Hitze erhöhen das Risiko von Dehydration und Kreislaufproblemen erheblich», erklärte die Senatorin. 

Sie bat die Berlinerinnen und Berliner darum, auf Menschen zu achten, die ungeschützt in der Sonne säßen und hilflos wirkten. «Sprechen Sie die Menschen auf Augenhöhe an, fragen Sie, ob Hilfe nötig ist und rufen Sie notfalls einen Krankenwagen.»

Volle Freibäder, Waldbrandgefahr und Gewitter

Die Freibäder stellen sich auf starken Andrang ein und empfehlen den Kauf von Eintrittskarten im Internet. Bei Überfüllung können Eingänge geschlossen werden. Auch in Berliner Parks, an Seen im Umland und an der Havel dürfte es voll werden, genauso vor den Eisdielen. 

Das Berliner Ensemble hat im Hof eine Nebeldusche aufgebaut, unter der Gäste und Passanten sich abkühlen können. Auch im Mauerpark gibt es seit kurzem eine Vernebelungsanlage: Auf Knopfdruck wird innerhalb von 45 Sekunden etwa ein Liter Trinkwasser aus 32 Düsen versprüht, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales informiert.

In Brandenburg steigt wegen der anhaltenden Trockenheit die Waldbrandgefahr. In vielen Wäldern ist die Gefahr bereits hoch, am Wochenende soll sie weiter zunehmen. Im Mai gab es bereits einen großen Waldbrand auf einem munitionsbelasteten Gebiet bei Jüterbog im Südwesten Brandenburgs.

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