Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad haben am Wochenende 120.159 Menschen Abkühlung in Berlins Freibädern gesucht. Das teilten die Berliner Bäder-Betriebe auf Anfrage mit. Zum Vergleich: In der gesamten vergangenen Woche zählte der Badbetreiber nach eigenen Angaben insgesamt 295.989 Besucherinnen und Besucher.
Der große Andrang sorgte am Samstag und Sonntag teils zu vorübergehenden Einlassstopps bei den Sommerbädern, wie eine Sprecherin sagte. Der Ticketverkauf wurde an beiden Tagen gestoppt. Vor den Bädern bildeten sich teils sehr lange Schlangen, nicht alle Menschen konnten eingelassen werden.
Prinzenbad am vollsten
Spitzenreiter war das Sommerbad Kreuzberg – auch als Prinzenbad bekannt – mit 16.682 Gästen, dicht gefolgt vom Strandbad Wannsee (16.622), wie es hieß. Insgesamt besuchten den Angaben zufolge am Samstag 61.000 Menschen die 15 Freibäder, am Sonntag waren es rund 59.000. Nach Angaben der Bäder-Betriebe waren etliche Beschäftigte länger im Dienst geblieben. Teils hätten sich Rettungsschwimmer oder Kassiererinnen freiwillig zum Dienst gemeldet.
An den bisherigen Rekord reichen die Zahlen laut Bäder-Betriebe nicht heran: Spitzenreiter in der Bilanz ist bislang der 30. Juni 2019, ein Sonntag in den Sommerferien, mit rund 80.000 Badegästen.
Keine Polizeieinsätze trotz großem Ansturms
Nach Angaben der Sprecherin gab es einige Rettungseinsätze, vor allem wegen Kreislaufproblemen. Größere Zwischenfälle in den überfüllten Freibädern, bei denen die Polizei hätte einschreiten müssen, waren nicht bekannt. Angesichts des «historische heißen Wochenendes und des großen Ansturms» sei dies besonders erfreulich, so die Sprecherin.
Seit Saisonbeginn am 1. Mai besuchten laut Bäder-Betriebe bislang insgesamt 560.491 Menschen die Freibäder. Die meisten Anlagen sind seit Anfang Juni geöffnet, das Columbiabad in Neukölln machte nach technischen Problemen erst in der vergangenen Woche auf.
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