Nach dem Autoangriff auf den Christopher Street Day in Berlin zeigen sich Politiker aller Parteien bestürzt. Einige Reaktionen im Überblick:
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier:
«Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben», sagte er in Hamm, wo er an einem Tempelfest der Hinduistischen Gemeinde in Deutschland teilnahm. Er sei «erschüttert und entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem Hunderttausende Menschen aus aller Welt friedlich und fröhlich feiern wollten, ein Zeichen setzen wollten für Toleranz und Vielfalt, für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben.»
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU):
«Was für eine abscheuliche Tat in Berlin. Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.» Der Kanzler kündigte an, dass die Tat «aufgeklärt und mit aller Härte verfolgt» werde.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch:
«Der Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erschüttert mich zutiefst. Ich war selbst oft beim CSD, als schwuler Mann weiß ich, wofür dieser Tag steht: für Freiheit, für gleiche Rechte, für das Recht, einfach man selbst zu sein. All das wurde in Berlin auf abscheuliche Art angegriffen.» Auch Miersch forderte eine lückenlose Aufklärung.
AfD-Politiker Martin Hess:
«Der Fall offenbart ein weiteres Mal das sicherheitspolitische Totalversagen der Regierenden. Wenn ein polizeibekannter islamistischer Gefährder eine solche Tat begehen konnte, muss lückenlos aufgearbeitet werden, weshalb er sich überhaupt noch frei bewegen konnte.»
Die Grünen im Bundestag:
«Wir sind geschockt und tief traurig wegen des Anschlags auf den Berliner CSD. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Verletzten.» Jetzt gelte es, mutmaßliche Täter zu fassen und mögliche Netzwerke sowie Hintergründe des schrecklichen Anschlags aufzuklären.
Der Linken-Chef Luigi Pantisano:
«Hass darf niemals siegen. Ich wünsche allen Kraft, weiter für ihr Recht auf Leben und Freiheit und Glück einzustehen. Die Linke wird dabei immer an ihrer Seite sein. Egal, ob der Hass aus religiösem Fanatismus kommt oder die Angriffe und Anfeindungen aus einer anderen Ecke kommen.»
Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki:
«Wenn wir als Gemeinwesen nach solchen schrecklichen Taten immer wieder die gleichen Diskussionen führen, ohne die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, dokumentiert das eine kaum erträgliche Hilflosigkeit unseres Staatswesen.»
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