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Entwarnung nach Polizei-Großeinsatz auf Tempelhofer Feld

Es gibt einen Polizeieinsatz am Tempelhofer Feld in Berlin. (Symbolbild)  / Foto: Carsten Rehder/dpa
Es gibt einen Polizeieinsatz am Tempelhofer Feld in Berlin. (Symbolbild) / Foto: Carsten Rehder/dpa

Der frühere Flughafen hat sich zu einer riesigen Freizeitanlage entwickelt. Doch es könnte eine Gefahr für die Besucher bestehen. Die Polizei ist im Einsatz.

Ein vermeintlich bewaffneter Mann hat auf dem Tempelhofer Feld in Berlin einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Laut Polizei hatte eine Frau gegen 13.00 Uhr einen Streit zwischen mehreren Personen beobachtet. Bei einem Beteiligten will sie einen waffenähnlichen Gegenstand gesehen haben und wählte daher den Notruf. 

Wegen einer möglichen Gefahrenlage eilte die Polizei daraufhin mit rund 100 teils schwer bewaffneten Einsatzkräften zu dem weitläufigen früheren Flughafengelände, um die Person zu suchen. Nach rund vier Stunden beendete sie ihren Großeinsatz. 

«Keine Gefahrenlage»

«Da wir von keiner Gefahrenlage mehr ausgehen, wird der abgesperrte Bereich wieder freigegeben», teilte die Polizei auf X mit. Ein Sprecher ergänzte, bei der Suche sei keine verdächtige Person festgestellt worden. Weitere Hinweise auf eine Waffe lägen aktuell nicht vor. Die Kriminalpolizei habe vor Ort Ermittlungen aufgenommen. 

An dem Einsatz waren auch Spezialeinsatzkräfte beteiligt. Die Polizisten durchkämmten Bereiche im nördlichen Teil des Geländes, das heute für verschiedenste Freizeitaktivitäten genutzt wird. Dort befindet sich nahe dem Columbiadamm auch eine aus Containern bestehende Flüchtlingsunterkunft, die durchsucht wurde. Ein Hubschrauber unterstützte die Beamten am Boden. 

Einzelne Zugänge zum Tempelhofer Feld wurden während des Einsatzes gesperrt. Fahrradfahrer, Jogger und weitere Besucher wurden aufgefordert, den Bereich zu verlassen. Am späten Nachmittag konnten Besucher dann wieder auf das Feld.   

Größere Suche im März in der Hasenheide 

Vor gut zwei Monaten gab es einen vergleichbaren Großeinsatz der Polizei in der nahegelegenen Hasenheide. Damals hatten Zeugen von Schüssen berichtet. Zahlreiche Polizisten sowie ein Hubschrauber und Hunde suchten damals das Gelände ab - nach knapp drei Stunden wurde der Einsatz ohne Ergebnisse beendet. 

In den vergangenen Monaten gab es vermehrt Schüsse auf den Straßen Berlins. Wegen der Entwicklung wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) «Ferrum» (lateinisch für «Eisen») eingerichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe «Telum» (lateinisch für «Angriffswaffe») nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden.

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