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Brand in Jüdischem Krankenhaus - kein antisemitisches Motiv

Die brennende Matratze konnte gelöscht werden. (Archivbild) / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Die brennende Matratze konnte gelöscht werden. (Archivbild) / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Eine brennende Matratze, dichter Rauch und acht Verletzte - im Jüdischen Krankenhaus in Berlin wird in der Nacht Feueralarm ausgelöst. Zur Ursache des Brandes wird noch ermittelt.

Die Berliner Polizei geht nach einem Brand im Jüdischen Krankenhaus in der Nacht derzeit nicht von einem antisemitischen Hintergrund aus. Das sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur am Morgen. Den Angaben zufolge wurde ein 71 Jahre alter Patient festgenommen, der am Dienstagabend in einem Zimmer der Klinik im Stadtteil Gesundbrunnen einen Gegenstand angezündet und damit den Brand verursacht haben soll. Die Flammen seien auf die Matratze im Zimmer übergesprungen. 

«Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keinen Hinweis auf antisemitische Hintergründe bei diesem Feuer, das dort gelegt wurde», sagte der Sprecher. Ein entsprechender Verdacht habe sich nicht erhärtet. 

Daher habe das Brandkommissariat die Ermittlungen übernommen und nicht der Staatsschutz des Landeskriminalamts, der zuständig ist, wenn ein politisches Motiv naheliegt.

14 Verletzte 

Durch das Feuer seien 14 Menschen verletzt worden. Darunter seien der Tatverdächtige, Polizeidienstkräfte und Krankenhauspersonal, aber keine Patienten, sagte der Sprecher. Sie seien vor allem durch den intensiven Rauch verletzt worden. Die Station ist derzeit nicht nutzbar, wie es weiter hieß. 

Die Ermittlungen zum genauen Hergang hätten erst begonnen. Die Ermittler des Brandkommissariats beabsichtigen, den Brandort im Krankenhaus zu begutachten, Spuren zu sichern und den Tatverdächtigen zu befragen, wie der Polizeisprecher sagte. Der Tatverdächtige befinde sich derweil unter polizeilicher Aufsicht in einem anderen Krankenhaus.

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