Nach dem Bundestags-Beschluss zum leichteren Abschuss von Wölfen arbeitet Brandenburg daran, wie eine Bejagung der Tiere konkret aussehen kann. Es soll einen neuen Plan zur Reduzierung der Zahl der Wölfe geben. Noch sind Regelungen dazu in der Abstimmung. Ein Ende des lang andauernden Streits ist aber nicht in Sicht.
Welche Schritte folgen?
Zunächst muss der Landtag von Brandenburg über die Aufnahme des Wolfs ins Landesjagdrecht entscheiden. Der Bundestag hatte diese Neuregelung am Mittwoch beschlossen. Allerdings muss auch noch der Bundesrat zustimmen, bevor die Neuregelung überhaupt in Kraft treten kann.
Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) sagte: «Bis zum Almauftrieb ist der Wolf im Jagdgesetz - das ist mein Ziel.» Der Almauftrieb findet etwa im Allgäu oft im Zeitraum Mai bis Juni statt.
Die Aufnahme ins Jagdgesetz kann als eine Kehrtwende in der Wolfspolitik gedeutet werden. Bislang durften nur mit Sondergenehmigung und unter bestimmten Auflagen einzelne Problemwölfe geschossen werden.