Rund zweieinhalb Monate nach ihrer Geburt hat das Sumatra-Tiger-Weibchen im Tierpark Berlin einen Namen: Es wird Lilly heißen. Aus mehr als 1.000 Vorschlägen suchte eine «Tigerjury» den Namen aus, wie der Tierpark mitteilte. Besucher konnten bei einer Mitmach-Aktion ihre Ideen den Februar über am Tigergehege einwerfen. Lilly kam bei den Einreichungen demnach öfter vor.
Der Name passt laut Tierpark gut zum Klang des Jungtiers und enthält zudem eine literarische Referenz zur Figur Tigerlily aus Peter Pan. Diese sei clever, mutig und habe einen eigenen Kopf – Eigenschaften, die auch bei dem kleinen Tiger-Mädchen wiederzuerkennen seien.
Lilly wurde am 2. Januar geboren und ist bereits das fünfte Jungtier von Mutter Mayang (15) und Vater Jae Jae, der vor einigen Tagen im Alter von 17 Jahren gestorben war. 2022 wurden die Zwillinge Luise und Lotte geboren, Ede und Kuno folgten zwei Jahre später. Damit tragen alle weiblichen Nachkommen einen Namen, der mit «L» beginnt.
Patin und Botschaftsvertreter bei Namensverkündung
Lilly und Mayang sind bereits für Besucher zu sehen. «Auch wenn Mutter und Jungtier weiterhin viel Zeit für Zweisamkeit benötigen, werden die Erkundungsausflüge ins Innengehege inzwischen immer häufiger», sagte Tierparkdirektor Andreas Knieriem.
Bei der Namensverkündung im Regenwaldhaus waren neben der Bezirksstadträtin von Lichtenberg, die Patin der Kleinen ist, auch Vertreter der indonesischen Botschaft vor Ort.
Sumatra-Tiger gelten als eine vom Aussterben bedrohte Tierart und sind im natürlichen Lebensraum ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra beheimatet. Weltweit existieren in freier Wildbahn demnach inzwischen nur noch 400 bis 600 Tiere dieser Art.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten