Der Ausbruch der Geflügelpest verursacht für einen Agrarbetrieb in Neuhardenberg nach Angaben des brandenburgischen Landkreises Märkisch-Oderland einen Verlust von etwa 500.000 Euro. Der Betrieb muss 80.000 Enten töten lassen.
Der stellvertretende Landrat Friedemann Hanke (CDU) sagte in Neuhardenberg, für den Betreiber bedeute dies einen Verlust von rund einer halben Million Euro. Ein Teil des Schadens gleiche die Tierseuchenkasse aus, aber nicht alles. Da die betroffenen Ställe 30 Tage lang gesperrt seien, könne der Betrieb aber auch keine neuen Tiere für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft verkaufen. «Es sind schon erhebliche Verluste, die da liegen bleiben.»
Wie das Vogelgrippe-Virus in die Enten-Ställe gelangt ist, blieb unklar. Möglich sei verunreinigtes Einstreu oder kontaminierte Fahrzeuge und Kleidung, meinte Hanke.
Die Landkreis-Vertreter machten sich am Vormittag ein Bild von der Lage in Neuhardenberg. Der betroffene Betrieb wollte sich bislang nicht äußern. Am Montag sollen dann in der nicht weit entfernten Gemeinde Neutrebbin 50.000 Masthähnchen getötet werden, wie der Landkreis ankündigte.