loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Union Berlin nach 0:4 in München: Ruhe bewahren und Abstiegskampf vermeiden

Steffan Baumgart sah in München nichts Gutes von seiner Mannschaft. / Foto: Sven Hoppe/dpa
Steffan Baumgart sah in München nichts Gutes von seiner Mannschaft. / Foto: Sven Hoppe/dpa

Das war schlecht von Union Berlin. Trainer Baumgart und Kapitän Trimmel reden nichts schön nach dem 0:4 gegen die «Nonplusultra»-Bayern. Und ihr Blick geht sofort nach vorne auf ganz wichtige Spiele.

Ein bisschen peinlich war Horst Heldt der Auftritt von Union Berlin in München schon. «Es ist immer schwierig gegen die Bayern, das ist keine Frage. Und es ist hier nochmal schwerer als zu Hause. So kannst du aber nicht auftreten. Wir waren einfach in allen Belangen unterlegen», sagte der Geschäftsführer der Eisernen am Sky-Mikrofon nach dem 0:4 beim Rekordmeister. 

Und doch wollte auch Heldt jetzt bloß nicht auf Panik machen. Abhaken. Länderspielpause. Weitermachen. Und zwar im Union-Stil. Das war der Berliner Dreiklang nach der unglücklichen München-Reise. Die Union-Welt heißt: Nicht mehr in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga reinrutschen. 

Mit 31 Punkten gehen die Eisernen in die Länderspielpause und die letzten sieben Partien danach. «Als Kapitän muss man positiv bleiben, weil man weiß, dass man hier unter die Räder kommen kann», sagte Christopher Trimmel. «Jetzt gehen wir in die Länderspielpause - und dann geht es in eine wichtige Phase der Saison.»

Auch Trainer Steffen Baumgart richtete den Blick auf die kommenden Partien gegen St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg, die aktuell die Plätze in der Abstiegszone einnehmen. «Jetzt kommen die Spiele gegen Gegner, mit denen wir uns auf Augenhöhe sehen», sagte Baumgart. 

Duelle mit Teams aus dem Keller

In den letzten sieben Saisonspielen geht es unter anderem auch noch gegen den FSV Mainz 05 und den 1. FC Köln. Die Unioner spielen also gegen alle fünf Teams, die momentan die Plätze 14 bis 18 in der Bundesliga einnehmen. Das bedeutet Abstiegskampf. 

In der Hinrunde holten die Berliner aus den letzten sieben Spielen elf Punkte. Eine Wiederholung dieser Quote reicht locker für das achte Bundesliga-Jahr. Mit dieser Aussicht fiel die Aufarbeitung des hoffnungslosen Unterfangens in München leichter. 

«Wenn du Pech hast, gehst du 0:8 unter. Das kann auch passieren», sagte Kapitän Trimmel. Baumgart sah gleichfalls «in allen Belangen eine Unterlegenheit» und konstatierte: «Wir sind mit vier (Toren) gut bedient.»

Die für gelegentlich grenzwertige Wort-Spiele bekannte Social-Media-Abteilung der Berliner traf diesmal mit einem Zahnarztvergleich den Nerv. «Beißerchen poliert, bisschen Zahnstein entfernt, ein Backenzahn musste auch angebohrt werden. Aber jetzt ist es geschafft. Nach der LSP geht's dann in die Crunch-Time, Unioner.»

Er könne «eine Mängelliste aufstellen», sagte Baumgart: «Aber ich würde lieber darüber reden, wie gut Bayern war.» Ein Beispiel: Top-Stürmer Harry Kane steht jetzt bei 31 Saisontoren, so viele wie Union insgesamt auf dem Habenkonto hat. «Da sind schon zwei Welten aufeinandergeprallt», sagte Rani Khedira über den ungleichen Wettbewerb mit den Über-Bayern.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten