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Marie-Louise Eta feiert als erste Cheftrainerin Bundesliga-Sieg mit Union in Mainz

Unions Marie-Louise Eta (M) feiert einen historischen Erfolg. / Foto: Torsten Silz/dpa
Unions Marie-Louise Eta (M) feiert einen historischen Erfolg. / Foto: Torsten Silz/dpa

Union Berlin gelingt im vierten Spiel unter Marie-Louise Eta der erste Sieg. Zwei späte Treffer sorgen für den Erfolg in Mainz. Für Aufsehen sorgen die Anhänger von Union mit einer Protestaktion.

Marie-Louise Eta hat Fußball-Geschichte geschrieben und als erste Cheftrainerin einen Sieg in der Bundesliga gefeiert. Die 34-Jährige setzte sich mit dem 1. FC Union Berlin am 33. Spieltag beim FSV Mainz 05 mit 3:1 (1:0) durch. In ihrem vierten Spiel gelang endlich der ersehnte Erfolg.

«Natürlich sind wir sehr, sehr glücklich, dass wir in keinem einfachen Spiel so eine gute Leistung gezeigt haben und sich die Jungs mit einem Sieg belohnen konnten», sagte Eta bei DAZN. Auf ihren persönlichen Erfolg wollte sie nicht eingehen. «Man freut sich, man will Spiele gewinnen. Das war schon immer so», sagte Eta. 

Andrej Ilic brachte die Gäste in der 38. Minute in Führung. Ausgerechnet der Ex-Unioner Sheraldo Becker (48.) erzielte kurz nach dem Seitenwechsel den Ausgleich. Doch Oliver Burke (88.) und Josip Juranovic (90.+1) sorgten dann für den historischen Sieg im vierten Spiel unter Eta. Sie ist damit die erste Frau, die in der Bundesliga einen Club zu einem Erfolg führte. «Heute haben wir endlich den Sieg auch für sie geholt, weil sie einfach gute Arbeit leistet und sie hat es sich verdient», sagte Christopher Trimmel. 

Fischer gegen seinen Ex-Club

Für Aufsehen sorgte auch eine Protestaktion der Berliner Anhänger, die in der ersten Hälfte Tennisbälle auf den Rasen warfen und für eine mehrminütige Unterbrechung sorgten. Damit protestierten sie gegen die Spielansetzungen an Sonntagen.

Sportlich war die abschließende Partie des vorletzten Spieltags quasi bedeutungslos. Beiden Clubs war der Klassenverbleib nicht mehr zu nehmen, die Europapokal-Qualifikation war sowohl für die Mainzer als auch für die Berliner schon außer Reichweite.

Zumindest für Mainz-Coach Urs Fischer dürfte die Partie dennoch besonders gewesen sein. Der Schweizer war von Sommer 2018 bis November 2023 Coach von Union und führte den Club nicht nur erstmals in die Bundesliga, sondern auch in jeden der drei Europapokal-Wettbewerbe.

Zentner mit Comeback nach einem knappen halben Jahr

Erstmals seit dem 27. November stand wieder Robin Zentner im Tor der Gastgeber. Der Schlussmann fehlte monatelang wegen einer Adduktorenverletzung, rechtzeitig zum letzten Heimspiel dieser Saison gelang ihm nun das Comeback.

Zentner ersetzte Daniel Batz, von dem sich der FSV vor dem Anpfiff verabschiedete. Der 35-Jährige, der sich nach Club-Angaben gegen eine Vertragsverlängerung entschied, wurde dabei von den Fans lautstark mit Sprechchören gefeiert. Auch von Armindo Sieb, Maxim Leitsch und Niklas Tauer, deren Verträge im Sommer dem Vernehmen nach auslaufen, verabschiedeten sich die Rheinhessen.

Zentner erst stark, dann unglücklich

Zentner war auch schon früh gefordert, als er mit einem starken Reflex bei einem Kopfball von Ilic einen Rückstand verhinderte. Kurz nachdem FSV-Verteidiger Danny da Costa angeschlagen das Feld verlassen musste (16.), sorgten die Union-Fans mit ihren Tennisball-Würfen für eine minutenlange Unterbrechung.

Trotz der ungeplanten Pause blieben die Gäste das aktivere Team - und belohnten sich durch Ilic, der per Kopf die Führung erzielte. Zentner sah dabei nicht gut aus und flog an der Flanke von Vorlagengeber Aljoscha Kemlein vorbei. Die Mainzer blieben offensiv über weite Strecken der ersten Hälfte harmlos.

Becker trifft kurz nach Wiederanpfiff

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel: Becker sorgte nach einer mustergültigen Hereingabe von Paul Nebel für den Ausgleich. In der 57. Minute jubelten die 05er erneut, doch der sehenswerte Treffer von Stürmer Phillip Tietz wurde nach Überprüfung wegen einer Abseitsposition aberkannt. 

Danach bemühten sich beide Teams zwar, ein Tor blieb bis zur Schlussphase aus. Dann schlugen Burke und Juranovic für die Köpenicker spät zu.

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