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Energie Cottbus: Woidke und die Lausitz hoffen auf Aufstieg

Energie Cottbus steht vor einem spannenden Finale im Aufstiegskampf. (Archivbild) / Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Energie Cottbus steht vor einem spannenden Finale im Aufstiegskampf. (Archivbild) / Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Woidke und OB Schick unterstützen Energie Cottbus vor den letzten zwei Spielen; IHK erwartet nachhaltige wirtschaftliche Effekte für die Region.

Die Lausitz brennt für den Aufstieg von Energie Cottbus - und mit ihr Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Der gebürtige Lausitzer sieht in einem möglichen Erfolg eine Bedeutung für das ganze Land Brandenburg.

«Wir würden uns alle sehr freuen, wenn Energie hier einen sportlichen Erfolg zu Hause liefern könnte», sagte Woidke. «Nicht nur für die Lausitz hätte das eine große Bedeutung, wenn sie dem Aufstieg einen Schritt näher kommen, sondern auch für den Sport in Brandenburg.»

Zwei Spiele stehen für Cottbus noch an

Energie Cottbus hat noch zwei Spiele vor sich. Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz steht auf dem zweiten Rang in der Tabelle in der 3. Liga hinter dem bereits aufgestiegenen VfL Osnabrück. Der MSV Duisburg folgt punktgleich auf dem dritten Relegationsrang mit der um zwei Treffer schlechteren Tordifferenz.

Das letzte Heimspiel der Saison steht am Samstag (9. Mai) im Leag-Energie-Stadion gegen den SV Wehen Wiesbaden an, das letzte Saisonspiel eine Woche später (16. Mai) bei Jahn Regensburg.

OB: Cottbus hat sich die 2. Liga verdient

Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) wird beim vorletzten Spiel im Stadion sein und mitfiebern. «Ich wünsche mir den direkten Aufstieg», sagte Schick. «Dafür braucht es jetzt einfach zwei Siege.» Er werde am Samstag wahrscheinlich wieder etwas zu spät im Stadion sein - genau das habe bisher immer Glück gebracht.

«Stadt, Region und die ganze Lausitz haben sich die 2. Liga absolut verdient», sagte der Oberbürgermeister. «Energie Cottbus ist ein deutschlandweiter Imageträger für die Stadt´, und genau solche Geschichten braucht auch die 2. Liga.»

Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann (CDU) will das letzte Heimspiel der Saison im Stadion verfolgen. Er sieht den FC Energie Cottbus «kurz vor einer neuen Sensation». «Mit einem Sieg am Sonnabend könnte er den lang ersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga klarmachen.» Er drücke dafür die Daumen.

IHK: Aufstieg hätte spürbare positive Effekte

Ein Aufstieg könnte der Wirtschaft aus Sicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus nutzen. Eine konkrete monetäre Bewertung für Cottbus liegt zwar noch nicht vor. «Ein möglicher Aufstieg in die 2. Bundesliga hätte jedoch spürbar positive Effekte für die regionale Wirtschaft», sagte die Leiterin Standortpolitik und Regionalentwicklung, Susann Budras. «Die wirtschaftlichen Impulse würden über die einzelnen Spieltage hinausreichen und sich nachhaltig positiv auswirken.»

Die IHK zieht einen Vergleich mit dem SSV Ulm 1846. Der Traditionsverein habe in seiner Zweitliga-Saison 2024/2025 einer Studie des Vereins zufolge eine regionale Wertschöpfung von rund 66 Millionen Euro im Jahr erzielt. In Cottbus profitierten an einem normalen Spieltag Verkehr, Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Dienstleister während und nach dem Spiel.

OB Schick will letztes Spiel im Garten verfolgen 

«In der 2. Bundesliga verstärkt sich dieser Effekt nochmals, da mit deutlich höheren Gästeanzahlen zu rechnen ist – insbesondere bei attraktiven Spielen», sagte Budras. Dazu steige die mediale Sichtbarkeit der Stadt und der Region spürbar. Davon könnten auch regionale Unternehmen durch Sponsoring und Marketingaktivitäten profitieren.

Zunächst muss der Aufstieg aber klappen. Das letzte Spiel der Saison will sich der OB «ganz bewusst» nicht im Stadion anschauen, sondern mit Freunden im Garten. «Das halte ich nervlich nicht aus», räumte Schick ein.

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