Trainer Stefan Leitl wird trotz des wohl verpassten Bundesliga-Aufstiegs den jungen Spielern von Hertha BSC nicht zu mehr Einsatzzeit verhelfen. «Wir werden keine Geschenke verteilen. Einsatzzeiten muss man sich verdienen», sagte der 48-Jährige. «Wir sind im Leistungsfußball unterwegs, für uns geht es um viel. Auch wenn der Aufstieg weg ist, geht es um die bestmögliche Platzierung.» Leitl hatten bereits vor wenigen Wochen Platz sechs als neues Saisonziel ausgegeben.
Am Sonntag (13.30 Uhr/DAZN) tritt der Berliner Zweitligist bei Fortuna Düsseldorf an. Neben dem gelb-gesperrten Michaël Cuisance fehlt auch Abwehr-Routinier John Anthony Brooks, der sich am Donnerstag im Training am Oberschenkel verletzte. «Die Diagnose steht noch aus. Das werden wir wohl nächste Woche kommunizieren», sagte Leitl. Der 33 Jahre alte Brooks kam in dieser Saison verletzungsbedingt erst einmal zum Einsatz.
Krattenmacher nur von der Bank
In der Startelf wird in Düsseldorf auch Maurice Krattenmacher fehlen. Die Bayern-Leihgabe hatte zuletzt in Bochum nach langer Oberschenkelverletzung sein Comeback gegeben. «Es ist noch zu früh, um von Beginn an zu spielen. Von der Bank ist er definitiv eine Option», sagte Leitl. Der Trainer erwartet, dass Krattenmacher nach der Länderspielpause wieder bereit für die Startelf ist. Ob Pascal Klemens nach seiner Vertragsverlängerung im Kader sein wird, ließ Leitl offen.
In Düsseldorf erwartet Leitl ein durchaus gutes Spiel. «Man sieht, dass in der Rückrunde unter Markus Anfang seine Hebel greifen», sagte der Coach. «Markus ist kein Trainer, der destruktiv spielen lässt.» Düsseldorf hat mit nur 24 Toren in 26 Spielen die schwächste Ausbeute der Liga. In der Rückrunde stehen die Rheinländer bei neun Toren in neun Spielen. Anfang hatte den Trainerposten bei der Fortuna Anfang Oktober übernommen.
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