Der deutsche Volleyball-Meister BR Volleys macht mit einer spektakulären Rückholaktion auf sich aufmerksam. Zehn Jahre nach seinem Abschied aus der Hauptstadt kommt Libero Erik Shoji zurück nach Berlin, nun als zweimaliger Champions-League-Sieger und dreimaliger Olympia-Teilnehmer. Der 36 Jahre alte US-Profi will sich mit starken Leistungen für die kommenden Olympischen Spiele in seinem Heimatland empfehlen.
Niroomand: Shojis Karriere «absolut beeindruckend»
Shoji war 2014 von Hypo Tirol Innsbruck nach Berlin gewechselt und zügig in die Weltspitze vorgestoßen. «Was Erik für eine Karriere hingelegt hat, ist absolut beeindruckend. Er spielt seit vielen Jahren auf allerhöchstem Niveau und ist noch lange nicht fertig», sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand in einer Vereinsmitteilung. Man erhoffe sich von ihm Stabilität und zugleich frischen Wind. Mit seiner Positivität und Emotionalität soll er eine Führungsfigur werden.
Nach Shojis internationalem Durchbruch im Volleys-Trikot war der Weg in Europas Topligen für den Hawaiianer der logische nächste Schritt. Es folgten Stationen in Russland und Italien, sein Glück fand er aber vor allem in Polen bei Zaksa Kedzierzyn-Kozle. Dort wurde der Stanford-Absolvent 2022 Meister in der polnischen Liga und gewann zweimal hintereinander die Champions League (2022 und 2023). Parallel ist Shoji seit einer Dekade ein zentraler Bestandteil des US-Teams und gewann zwei olympische Bronzemedaillen 2016 und 2024.
Shoji outete sich als queer
Vor einem Jahr machte Shoji Schlagzeilen, als er sich als immer noch einer der wenigen im Profisport in einem viel beachteten Video als queer outete. Gleichzeitig ist der Bruder des früheren Berliners Kawika Shoji einer der größten Volleyball-Influencer. 1,3 Millionen Menschen folgen ihm auf TikTok, 320.000 Menschen bei Instagram und 190.000 auf YouTube.
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