Eine Mehrheit der Berliner ist einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes zufolge weiterhin für Olympische und Paralympische Spiele in der Hauptstadt. Im Vergleich zur ersten DOSB-Umfrage im März sank die Zustimmung allerdings um vier Prozentpunkte. Auf die Frage des Meinungsforschungsinstituts Dimap, ob man grundsätzlich eine Bewerbung Berlins um das Sport-Riesenevent befürworte, antworteten 38 Prozent mit «ja», 18 Prozent mit «eher ja».
25 Prozent sind gegen Olympia vor der Haustür und sagen «nein» - das sind sieben Prozentpunkte mehr als im März. 13 Prozent antworteten mit «eher nein». An der repräsentativen Online- und Telefon-Umfrage nahmen in der Zeit vom 26. bis 30. Mai 1.205 wahlberechtigte Berliner teil, wie aus der Studie hervorgeht.
Die Berliner Olympia-Verantwortlichen werten die Ergebnisse dennoch als positives Signal. «56 Prozent Zustimmung sind ein starkes Ergebnis und zeigen, dass die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner die Chancen einer Olympia-Bewerbung erkennt», erklärte der Olympia-Beauftragte Kaweh Niroomand.
DOSB entscheidet im September über deutschen Kandidaten
Der DOSB wird am 26. September über den deutschen Bewerber entscheiden. Es geht um die Spiele von 2036, 2040 oder 2044. Berlin bewirbt sich mit Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg um die nationale Zustimmung. Außerdem sind noch München und die Rhein-Ruhr-Region mit der Metropole Köln im Rennen. Hamburg war am Sonntag nach dem negativen Bürgerentscheid aus dem Bewerbungsrennen ausgestiegen.
An diesem Donnerstag muss das Konzept beim DOSB digital eingereicht werden. Berlin baut in seinem Konzept auf 97 Prozent der vorhandenen Sportstätten auf. 4,8 Milliarden Euro sind im reinen Durchführungsbudget vorgesehen. Mit Einnahmen über 5,2 Milliarden Euro wird gerechnet. 1,6 Milliarden werden für das Infrastrukturbudget veranschlagt, ein offener Posten bleibt das Sicherheitsbudget.
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