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Mehr Straftaten im Zusammenhang mit sexueller Orientierung

Straftaten gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung nahmen zuletzt zu. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Straftaten gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung nahmen zuletzt zu. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

In Brandenburg sind der Polizei im vergangenen Jahr deutlich mehr Straftaten gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung gemeldet worden. Das Innenministerium hat dafür eine Erklärung.

In Brandenburg ist die Zahl der registrierten Straftaten gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität deutlich angestiegen. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 115 Straftaten in diesem Zusammenhang gemeldet worden, hieß es in einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. Inklusive von elf Nachmeldungen waren es 2024 insgesamt 95 solcher Taten. 

«Es ist ein Anstieg erkennbar, der unter anderem auf ein verändertes Anzeigeverhalten aufgrund von mehr "Awareness" und Vertrauen in Institutionen der Geschädigten zurückzuführen sein könnte», hieß es zur Begründung der steigenden Zahlen vom Innenministerium. Auch die Behörden versuchten für dieses Problem zu sensibilisieren. Dies geschehe unter anderem durch Teilnahme an Informationsveranstaltungen, Netzwerkarbeit und auch im Rahmen von Sensibilisierungsmaßnahmen innerhalb der Polizei des Landes Brandenburg sowie anderer Sicherheitsbehörden.

Taten sollen einschüchtern

Hasskriminalität sei die massivste Ausdrucksform gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, führte das Ministerium aus. Solche Straftaten zielen nicht nur auf Menschen als Individuen, sondern zusätzlich auch darauf ab, ganze Bevölkerungsgruppen einzuschüchtern. Die queerfeindliche Hasskriminalität könne sich auch gegen Institutionen, Organisationen und Vereine richten. Das geschah im Jahr 2025 in Brandenburg in mehreren Landkreisen. 

Bei den Delikten etwa gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgender und intersexuelle Menschen handelt es sich um vorläufige Angaben, die sich durch Ermittlungen in anderen Fällen noch erhöhen könnten, wie es hieß. So hatte es zum Beispiel für das Jahr 2024 elf Nachmeldungen gegeben.

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