In Brandenburg wollen sich viele Menschen als ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer engagieren. Seit dem Start an Heiligabend 2025 haben sich bis zum 15. Juni bereits 665 Helfer registrieren lassen. Das geht aus Angaben des zuständigen Landesamts für Soziales und Versorgung hervor. Die Helfer unterstützen pflegebedürftige Menschen im Alltag, etwa beim Einkaufen, bei Arztterminen oder im Gespräch.
Seit einer Gesetzesänderung Ende 2025 können Pflegebedürftige ihren monatlichen Entlastungsbeitrag von 131 Euro dafür nutzen, ehrenamtlichen Einsatz finanziell zu honorieren. Die Helfer erhalten bis zu zehn Euro pro Stunde als Aufwandsentschädigung.
Staatssekretär: Nachbarschaftshilfe beugt Einsamkeit vor
In Brandenburg leben laut Landesamt rund 190.000 pflegebedürftige Menschen, die zu Hause versorgt werden und Anspruch auf den Entlastungsbeitrag haben. Sozialstaatssekretär Johannes Wagner hob den sozialen Nutzen der Nachbarschaftshelfer hervor: «Menschen helfen Menschen, die Hilfe benötigen. Das stärkt soziale Bindungen und beugt Einsamkeit vor», sagte er.
Wer sich registrieren möchte, muss vorher eine sechsstündige Schulung absolvieren. Seit Ende Januar wurden landesweit 47 Schulungen angeboten.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten