Die ständigen Angriffe seiner Frau wegen seiner angeblichen Rückständigkeit ist Wolfgang Bergmann echt leid. Das Paar trennt sich - und der Professor für Altertums-Forschung entpuppt sich als Technologie-Freak. Er ersetzt die Ehefrau durch Sophia - ein menschenähnliches KI-Wesen. «Sie ist ihm in ihrer Klugheit eine ebenbürtige Partnerin, die auch noch den Haushalt macht. Ein Sexroboter ist sie nicht», sagt der deutsche Dramatiker Moritz Rinke über die ganz besondere Figur in seinem Stück «Sophia oder Das Ende der Humanisten».
Das Vier-Personen-Stück, das Rinke als erste KI-Komödie bezeichnet, hat am Donnerstag seine Uraufführung in den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt in Wien. Am 15. März feiert es im Renaissance-Theater in Berlin mit Joachim Król Deutschland-Premiere. Auch ein Kinofilm soll entstehen.