Das Museum Utopie und Alltag in Eisenhüttenstadt soll sich nach Plänen der neuen Leiterin Christine Gerbich stärker für junge Leute öffnen - und ab 2029 eine neue Dauerausstellung bieten. «Meine Vision wäre, das Museum in Zukunft zu benutzen, um uns gegenseitig für Geschichte zu begeistern», sagte Gerbich, die am Mittwoch (1. Oktober) die Leitung des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR und des Kunstarchivs Beeskow übernimmt. Es gehe auch darum, aus der Geschichte zu lernen.
Die Sammlung hat 170.000 Exponate und zeigt Gegenstände aus dem Alltag der DDR - von Zeitschriften über Schallplatten, Kleidung und Bettbezug bis zu Möbeln und Geschirr. Das Land Brandenburg erhöht seine Förderung für das Doku-Zentrum ab nächstem Jahr trotz angespannter Haushaltslage um 80.000 auf 230.000 Euro, wie Kulturministerin Manja Schüle (SPD) ankündigte. Die Laufzeit steigt auf fünf Jahre. Das Kunstarchiv Beeskow wird vom Land mit knapp 177.000 Euro gefördert. Schüle sagte über die Sammlung: «Das ist einzigartig, das werden Sie sonst auch nirgendwo in Deutschland finden.»