Gleich 50 Pianos werden um das Publikum herum platziert: Mit dem Stück «11.000 Saiten» wird heute Abend das Festival MaerzMusik eröffnet. Die Komposition des Österreichers Georg Friedrich Haas wird im MaHalla gezeigt, einem früheren Industriegebäude in Oberschöneweide. Das Festival zeigt noch bis 29. März Konzerte, Performances und Gespräche.
Die Inspiration zu «11.000 Saiten» stamme aus einer Klavierfabrik im chinesischen Ningbo, die der Künstlerische Leiter des Klangforum Wien, Peter Paul Kainrath, besucht habe, teilten die Veranstalter mit.
«Dort werden neue Klaviere testweise, bevor sie das Werk verlassen, für 24 Stunden automatisch von Maschinen gespielt», hieß es. Eine Situation, die als Spur in Haas’ Komposition weiterlebe, wenn 50 Pianistinnen und Pianisten ihren Einsätzen mit Hilfe von synchronisierten Tablets folgten.
Das Festival MaerzMusik zeigt auch einen Auftritt der US-amerikanischen Künstlerin Meredith Monk. Die 83-Jährige ist gerade mit dem Großen Kunstpreis Berlin ausgezeichnet worden. Das Festival endet dann Ende des Monats mit der Klanginstallation «I am all ears» im Haus der Berliner Festspiele.
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