Vom Norden bis in den Süden Brandenburgs wird bald wieder ein Ritual gefeiert: Das Aufstellen des Maibaums ist in etlichen Orten Tradition.
In Perleberg in der Prignitz etwa schmücken am 29. April Kinder den Baum. Wie die Stadt mitteilte, soll er in ein farbenfrohes Symbol der Lebensfreude verwandelt werden.
Auf der Burg Beeskow (Oder-Spree) gibt es am Abend des 30. April zur Feier der Walpurgisnacht Tänze um einen Maibaum. Dort wird auch eine «Hexennacht» gefeiert. In der Walpurgisnacht wird traditionell der Winter vertrieben. Mit Festen wie dem Tanz in den Mai, Umzügen und Feuern begrüßen die Menschen den Frühling.
Bereits am 24. April stellen Zimmerleute in Finsterwalde im Süden Brandenburgs den Traditionsbaum im Rahmen der Ausbildungsmesse «Lust auf Handwerk» auf. Auch im Spreewald und anderen Orten werden die Walpurgisnacht und Maibaumfeste gefeiert.
Woher kommt der Brauch?
Der Maibaum ist meist ein von der Rinde befreiter, hoher Baumstamm. Er steht fast immer auf dem Dorfplatz und wird oft mit bunten Bändern und Girlanden geschmückt.
Die Ursprünge des Brauchs, der etwa auch in Bayern gepflegt wird, liegen im Dunkeln. Es wird vermutet, dass der Brauch auf die Fruchtbarkeitsrituale und Baummysterien der Kelten zurückgeht. Einen Zusammenhang sehen manche auch mit den sogenannten Liebesmaien, das sind bunt geschmückte junge Bäume: Unverheiratete Männer stellen vor dem Haus der Angebeteten kleinere Bäume wie etwa Birken auf, die mit bunten Bändchen geschmückt werden.
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