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Berliner CSD-Parade für Demokratie: «Haltung ist hot»

Im Vordergrund solle nicht nur das Feiern, sondern auch die politische Botschaft stehen, hieß es. (Archivbild) / Foto: Carsten Koall/dpa
Im Vordergrund solle nicht nur das Feiern, sondern auch die politische Botschaft stehen, hieß es. (Archivbild) / Foto: Carsten Koall/dpa

Zehntausende oder gar Hunderttausende Menschen werden erwartet. Es gibt Musik-Trucks, Bühnen - und viel Politik für Gleichberechtigung und gegen Anfeindungen.

Mit 83 Wagen, 55 Fußgruppen und mehr als Hunderttausend Menschen will die große Parade zum Christopher Street Day (CSD) am 25. Juli durch Berlin ziehen. Nach Angaben der Veranstalter soll es erneut einer der größten CSDs in ganz Europa werden.

Im Vordergrund solle nicht nur das Feiern, sondern auch die politische Botschaft stehen, hieß es. Das Motto laute: «Haltung ist hot». Der Berliner CSD verbinde «queere Sichtbarkeit mit einem klaren Bekenntnis zu Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlichem Zusammenhalt».

Aufruf «Haltung zu zeigen»

Wenige Wochen vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl rufe der CSD die Menschen dazu auf, «Haltung zu zeigen - im Alltag, auf der Straße und an der Wahlurne». Die Kampagne sei eine Erwiderung auf zunehmende Anfeindungen gegen queere Menschen, gesellschaftliche Polarisierung und den Druck auf die Demokratie und ihre Werte.

Den Auftakt des CSD-Wochenendes bildet in diesem Jahr erstmals ein sogenannter Drag March am Freitag (24. Juli) vor der großen Parade. Er zieht zum Brandenburger Tor, wo ein Programm geplant ist. Sogenannte Dragqueens sind meistens Männer, die oft im Rahmen von künstlerischen Performances Weiblichkeit darstellen oder parodieren, bei «Dragkings» ist es umgekehrt.

Am Samstag wird um 11.30 Uhr die CSD-Parade und -Demonstration auf Truck 1 in der Leipziger Straße offiziell eröffnet. Über Leipziger Straße, Potsdamer Platz, Nollendorfplatz und Lützowplatz geht es zur Siegessäule. Die Abschlusskundgebung ist am Brandenburger Tor mit einem großen Bühnenprogramm und einer Party.

Viele Parteien und Politiker unter den Teilnehmern beim CSD

Unter den Teilnehmern beim CSD sind viele Parteien und Politiker, darunter auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der erstmals mit einem eigenen Truck dabei ist. Auf dem doppelstöckigen Truck mit dem Motto «Regenbogenhauptstadt Berlin» sollen Vertreter verschiedener Initiativen, Institutionen und des Regenbogen-Netzwerks der Berliner Verwaltung mitfahren. 

Schon an diesem Wochenende startet das «32. Lesbisch-schwule Straßenfest» in Schöneberg mit Tausenden Besuchern. Der Christopher Street Day ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Community in Europa. Er erinnert an den Aufstand vor allem von Schwulen gegen Polizeigewalt in der Christopher Street in New York City (USA) 1969.

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